Covid zu hause

Leitfaden für die Betreuung von COVID-19 Patienten

Stufe 1 – Du bist gesund (gut so!)

Lass dich nicht anstecken

Befolge die Anweisungen der Behörden. Dazu gehören einige der inzwischen bekannten Richtlinien für die Einschränkung sozialer Kontakte:

Denke daran, dass es keinen Unterschied in der potenziellen Ansteckungsgefahr zwischen Freunden und Fremden gibt. Keine Gruppe überträgt das Virus wahrscheinlicher als andere. Keine Bevölkerungsgruppe, ethnische Gruppe oder Nationalität. Helfe anderen, wenn du kannst, ohne unnötig mit großen Gruppen von Menschen in Kontakt zu kommen. Dabei gibt es Kompromisse, die du für dich selbst abwägen musst. Einige Menschen müssen mehr Kontakt haben zu anderen Menschen. Andere weniger. Die Ausbreitung der Krankheit kann nicht komplett gestoppt werden. Aber jeder kann dazu beitragen, die Ausbreitung zu verlangsamen. Zusammengenommen hilft es sehr, wenn jeder tut, was er oder sie kann.

Gesund bleiben

Darüber hinaus kannst du einige Dinge tun, um so gesund wie möglich zu bleiben:

Vorbereiten

Bereite dich darauf vor, falls die Krankheit doch kommt. Lese den Rest dieses Leitfadens. Es ist statistisch gesehen unwahrscheinlich, dass jemand in deinem Haushalt lebensbedrohliche Komplikationen entwickelt. Es wird hoffentlich genug medizinische Versorgung für alle geben. Es tut aber nicht weh, ein wenig mehr auf den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein. Aber denke daran, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Atme tief durch und lebe dein Leben so entspannt wie möglich weiter.

Hol dir die Dinge, die du brauchst

Wir haben eine Einkaufsseite erstellt. Sie listet praktische Dinge auf, die dir helfen können, dich selbst und andere zu versorgen.

Bestehende medizinische Vorerkrankungen

Du oder deine Angehörigen leiden bereits an Krankheiten? Dann informiere dich, ob diese durch COVID-19 oder eine Lungenentzündung verschlimmert werden können. Achte besonders darauf, dass du alle notwendigen Medikamente im Überfluss hast. Stelle sicher, dass du alle für die Behandlung relevanten Informationen hast. Dazu gehören Kontaktinformationen der Ärzt*innen, aktuelle Laborergebnisse und wieviel von welchen Medikamenten der Patient einnehmen soll. Stell dir vor, dass dein Hausarzt nicht da ist. Wie kannst du die gesundheitliche Situation einem*r neuen Arzt*Ärztin in kurzer Zeit erklären? Gut ist es, eine aktuelle Chronologie der Arztbesuche, Ergebnisse und so weiter zu haben. Was solltest du dabei nicht vergessen? Schreibe es jetzt auf!

Welche bestehenden medizinischen Bedingungen machen dich/deine Angehörigen besonders anfällig für schwerwiegendere COVID-19-Komplikationen?

Dort, wo du bist, ist die Situation noch einigermaßen normal? Dann kannst du jetzt deine*n Arzt*Ärztin fragen, was du noch tun kannst oder tun solltest, wenn du krank wirst.

Während einer Pandemie ist es typisch, dass es Auswirkungen auf das Gesundheitssystem gibt. Dazu gehört, dass Impfungen im Kindesalter, die Gesundheitsfürsorge für Mütter und die Gesundheitsfürsorge für chronisch Kranke leiden. Das kann daran liegen, dass Ärzt*innen, Pflegepersonal, Krankenhäuser und das übrige Gesundheitssystem überlastet sind. Oder es liegt daran, dass Menschen nicht in Arztpraxen oder Krankenhäuser gehen aus Angst (manchmal rational, manchmal nicht), sich dort anzustecken. Falls dein Gebiet noch nicht stark von COVID-19 betroffen ist: Gibt es eine normale Kinderimpfung, bei der du sicher sein willst, dass dein Kind sie bekommt, solange es noch kann? Gibt es eine Schwangerschaftsvorsorge oder Routineversorgung für eine chronische Krankheit, die du jetzt statt in einem Monat erhalten könnest? Wie steht es mit anderen Krankheiten, die für dich oder deine Lieben häufig auftreten? Alles was du tun kannst, um dich darauf vorzubereiten, dich in den kommenden Monaten ohne normalen Zugang zu medizinischer Versorgung zu versorgen: Tu es jetzt!